Reisebericht Thailand: Bangkok und das Inselparadies

Jetzt sind es nur noch 13 Stunden 32 Minuten und 23 Sekunden bis das Abenteuer Thailand für uns endlich losgeht. Die 21 Tage, die wir in Thailand verbringen werden, dokumentieren wir hier in Form eines kleinen Reiseblogs. Geplant ist und die Betonung liegt auf “geplant” jeden Tag ein paar Zeilen zu schreiben und die Highlights, Erlebnisse und Miseren des Tages festzuhalten.

Wir starten also Morgen um 14:30 Uhr in Berlin-Tegel und fliegen mit einem kleinen Zwischenstopp in Amsterdam insgesamt 13 Stunden und 35 Minuten nach Bangkok wo wir die ersten 3 Nächte verbringen. Ganz Backpacker untypisch steht unsere Reiseroute auch schon zu 2/3 fest. Nachdem wir Bangkok erkundet haben geht es für uns mit AirAsia weiter nach Koh Samui. Auf Koh Samui bleiben wir ebenfalls 3 Nächte. Danach geht es weiter auf die Nachbar- und Partyinsel Koh Phangan. Wir wissen noch nicht wie lange wir es dort aushalten - hängt wohl davon ab wie schön die Strände und wie gut die Partys dort wirklich sind. Was wir definitiv wissen ist der nächste Zwischenstopp: Koh Tao ist ein Taucherparadies und nur einen Katzensprung von Koh Phangan entfernt. Da die Insel recht klein und auch etwas teurer ist (unser Reisebudget ist eher schmal) werden wir wohl nicht so lange dort verbringen. Nach Koh Tao werden ungefähr 15 unserer 21 Tage in Thailand vergangen sein. Es gibt bereits Ideen für die restliche Woche - vielleicht einen mehrtägigen Ausflug in den Khao Lak-Lam Ru Nationalpark oder auch einen Abstecher nach Krabi bzw. Ao Nang - mal schaun.

Also wer immer auf dem Laufenden bleiben möchte kann gerne jeden Tag mal reinschauen. Wir updaten den Post dann jeden Abend. Die Zeitverschiebung beträgt +6 Stunden, d.h. wenn ihr aufsteht liegen wir schon 3 Stunden am Strand. Da mobiles Internet in Thailand echt ein Schnäppchen sein soll, wird meine Internetsucht sicher auch tagsüber befriedigt und als netter Nebeneffekt sind wir dadurch auch für euch Zurückgebliebenen gut erreichbar.

Tag 1 - Bangkok Calling

Wir haben es geschafft und die Zeit im Flieger verging auch garnicht mal wie im Flug! Nachdem wir mit einer halben Stunde Verspätung (aufgrund eines Schneetreibens) just in time für unseren Anschlussflug in Amsterdam gelandet sind ging es auch direkt weiter zum Reiseziel unserer Wahl - Bangkok! Ein paar Blockbuster später (zum Glück haben wir “Der Marsianer” nicht im Kino angeschaut) ging auch schon die Sonne über Thailand auf und wir befanden uns im 9.200 Kilometer entfernten Schmelztiegel Bangkok wieder.

Tints of Blue Bangkok

Da wir beide garnicht mal so gut geschlafen haben, sind wir ohne Umwege in unser Hotel “Tints of Blue” gefahren. Da ich echt gut im Navigieren bin ging das auch komplett ohne Probleme (und das wohlgemerkt ohne Google Maps und diesen ganzen neumodischen Apps :-).

Im Hotel stellte sich heraus das unser Zimmer erst um 14:00 Uhr bezugsfertig ist, d.h. wir hatten noch zwei Stunden Zeit uns etwas zu Essen zu organisieren. Abenteuerlustig haben wir uns direkt in den nächstbesten Thaifood-Imbiss gestürzt und wurden mit unglaublich preiswerten und gutem (wenn auch für mich undefinierbaren) Essen belohnt.

Der Stadtteil in dem wir untergekommen sind nennt sich Sukhumvit und ist ein Vergnügungs- und Business-Viertel mit Hipster-Einschlag. Wer hier westliche Standards erwartet bezahlt auch westliche Preise (wie überall in Thailand), was sich auch in den Shopping-Malls bemerkbar macht. Also nichts mit Schnäppchen, alles wie gewohnt nur zehn Nummern größer. Alleine der nur vier Stationen von uns entfernte Siam Square, den wir als Abschluss am Abend besucht haben, beherbergt drei riesige Shopping-Malls. Eines davon, das Central World Plaza, ist sogar das größte Südostasiens. Auf den Straßen tummeln sich neben unglaublichen vielen Autos seit den Abendstunden auch viele Händler die Ihre Waren (oder wie wir es nennen: Ramsch) versuchen an den Mann zu bringen.

Rushhour Bangkok

Für Heute war uns das nach dem langen Flug auch erst einmal genug und morgen gibt es dann die volle Packung Kultur und einen kleinen Abstecher zur Khao San Road am Abend.

Tag 2 - Bangkok Reloaded

Puh, was ein Tag!

Bangkok ist laut, voll und stinkt schrecklich, aber bei so vielen Eindrücken, Erlebnissen und dieser völlig anderen Kultur ist es einfach unglaublich endlich hier zu sein.

Unser Tag ging recht entspannt, mit einem ausgewogenen Frühstück, hier im Hotel los. Unser relativ neues Hotel ist in einem individuellen, modernen used-look gehalten. Man fühlt sich direkt wohl und kann seine Zeit genießen. Das war auch ganz gut so, denn wir hatten eine größere Tour geplant.

Um ca. 11:00 Uhr ging es mit der U-Bahn von unserem Stadtteil Sukhumvit in Richtung Yaowarat/China-Town. Nach einem kleinen Fußweg durch ein paar Haupt- und Seitenstraßen durch dichten Verkehr (Linksverkehr übrigens, sehr gewöhnungsbedürftig) erreichten wir die kleinen, verwinkelten Gassen. Ihr macht euch keine Vorstellung - auf extrem wenig Raum ist so eine Masse an Waren, Menschen und Getier, dass es echt einem Wunder gleicht, dass niemand verletzt wird, wenn ein paar Thais mit ihren Motorrädern durch diese Gassen düsen.

Nach 1,5 Kilometer durch China-Town führte unsere Route weiter in die historische Altstadt Bangkok´s und zum Tempel Wat Poh des liegenden Buddha. Der liegende Buddha ist eine vergoldete Statue die 46 Meter lang und 15 Meter hoch ist. Sehenswert! Wir haben dann im Anschluss noch etwas die Tempelanlage erkundet, dort wurde es dann auch ruhiger und man konnte im Schatten etwas Kraft und Ruhe tanken.

Die nächste Station sollte dann eigentlich das Nationalmuseum von Bangkok sein. Geschlossen am Wochenende…? Jep!

Wat Benchamabophit

Wieder zu Fuß machten wir uns nun auf den Weg zur Khao San Road, der berühmten Vergnügungsmeile! Hier sind hauptsächlich junge und jung gebliebene Touristen unterwegs und dem entsprechend ist das Angebot an Bars, Essen und eben Vergnügen groß. Nach einem gar nicht mal so guten Mittagessen, ging es weiter mit einem Tuk Tuk zu einer kleinen City-Tour. Und ja, Citytouren mit Tuk Tuk´s sind Touristenabzocke! Wir wussten was uns blüht, nach Absprache mit dem Fahrer haben wir uns aber auf einen Kompromiss geeinigt. Die Fahrt war abenteuerlich, aber trotzdem das Highlight des Tages. Am Ende der Tour (wir besuchten die Tempel Wat Intharawihan und Wat Benchamabophit) brachte uns das Tuk Tuk zurück zur Khao San Road, wo wir den Tag gemütlich mit einem Drink ausklingen ließen.

Auf dem Rückweg wurde es dann nochmal spannend, denn wir nutzten das Boottaxi Bangkok´s, dass uns nochmal hinter die Kulissen der Stadt blicken ließ.

Geschafft vom Tag und nach einem kleinen Abendessen sind wir nun zurück im Hotel und todmüde! Eine kleine Runde im Pool rundet den Tag noch einmal gebührend ab.

Tag 3 - Flavours of Bangkok

Nachdem wir gestern einige viele Kilometer zu Fuß zurückgelegt haben, wollten wir es heute mit einer Bootstour etwas ruhiger angehen lassen. Es gibt in Bangkok verschiedene Bootslinien die an verschiedenen Stationen anlegen und für den ganzen Tag 120 Baht (ca. 3 Euro) kosten. Damit ist man als Tourist ziemlich flexibel und kräftesparend unterwegs.

Wat Arun

Da wir gestern schon eine Menge Sehenswürdigkeiten abgehakt haben, war das für uns eher Sightseeing für Faule. Eine Attraktion haben wir aber dennoch mitgenommen: Wat Arun den Tempel der Morgenröte. Der Tempel setzt sich aus vielen kleine sogenannten Phrangs zusammen. Das sind pyramidenähnliche Türme. Auf den zentralen 80 Meter hohen Phrang führen steile Treppen wobei das Innere Heiligtum für Touristen verborgen bleibt. Leider wird der Tempel gerade restauriert, sodass er für uns leider nicht in seiner vollen Pracht erstrahlte. Nach ein paar Zwischenstopps hier und da gab es am Abend nochmal ein richtiges Highlight in Form eines Thaifood-Festivals, das vor dem Central World Plaza stattgefunden hat. Die Snacks wurden an vielen unterschiedlichen (auch thematisch) Ständen mit Liebe zum Detail zubereitet und waren ein echter Gaumenschmaus. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie lecker mariniert-gekochtes Schweinefleisch sein kann, auch wenn das mit der Schärfedosierung in Thailand einfach nicht so funktioniert wie man sich das als Tourist vorstellt.

Bangkok Streetfood Festival

Morgen geht es dann mit dem Taxi zum Flughafen und mit Flieger, Bus und Fähre nach Koh Samui. Also stay tuned!

Tag 4 - Gestrandet im Paradies

Unsere Tage in Bangkok sind gezählt! Noch ein paar letzte Fotos geschossen und auf ging die Reise nach Koh Samui. Nach einem 8 Stunden Trip mit Flugzeug, Bus und Fähre sind wir endlich in unserem Hotel im hippen Fisherman’s Village (Bophut) angekommen. Der Tagesausflug quer durch Thailand hat ganz schön an unseren Mägen gezerrt. Zum Glück gibt es im bunten Fisherman’s Village entlang des schönen Bophut Beach reichlich Auswahl an leckeren wenn auch etwas teureren Restaurants aller Art.

Das Dessert gab es dann im Anschluss bei einer Shisha direkt am Strand mit traumhafter Kulisse und sanften Bässen. Als wenn das nicht schon die Krönung gewesen wäre gab es auch noch eine atemberaubende Feuershow direkt vor unserer Nase. Trauminsel + Strand + Cocktails + Shisha + Feuershow = der Knüller!

Tag 5 - Regen

Heute war Benny´s Geburtstag und zur Feier des Tages hat es kräftig geschüttet. Leider war damit wirklich jegliche Aktivität, die zum Vormittag geplant war, ins Wasser gefallen. Ohje, so wird das nichts mit der Sommerbräune! Obwohl die Straßen nach dem Regen noch etwas unter Wasser standen, mieteten wir uns am Nachmittag einen Roller.

Jaaaaa, auch hier ist der Straßenverkehr nicht ganz ohne. Benny ist allerdings ein sehr guter Rollerfahrer, sodass wir bis zum Abend noch etwas an der Küste entlang cruisen konnten.

Tag 6 - Die Palmenfalle

Heute sah die Wetterlage schon besser aus. Wir starteten nach dem Frühstück zu einer Rollertour Richtung der Na Mueang Wasserfälle. Dort angekommen, und um dem allgemeinen Touristengeplänkel aus dem Weg zu gehen, entschieden wir uns zum höchsten Punkt des Wasserfalls zu wandern. Leider war dieses Vorhaben nicht so einfach wie gedacht.

Na Mueang Hiking

Geschlagene 2 Stunden liefen und kletterten wir auf einem unbefestigten Trampelpfad bergauf durch den heißen und dichten Dschungel. Von unserem Ziel leider keine Spur. Körperlich überanstrengt entschieden wir uns zur Rückkehr. Einen schönen Ort zum entspannen am Wasserfall haben wir dennoch gefunden.

Unser verspätetes Mittagessen gab es in der Bamboo Bar und Grill. Das von uns zufällig gewählte Restaurant war die bekannte Lokalität des Auswanderers Matthias Bück von Goodbye Deutschland. Das BBQ war sehr lecker, deutsche Gründlichkeit zieht eben bei deutschen Urlaubern.

Mae Nam Beach

Die letzten Sonnenstunden genossen wir am Mae Nam Beach und probierten unsere Hängematte aus. Das funktionierte auch ganz gut und war sehr chillig bei dem Sunset - bis Anni die Palme, an der die Hängematte hing, zerstörte… War todeswitzig!

Morsche Palme + Hängematte = Popo-Aua!

Tag 7 - Full Moon Beach

Wir haben uns von Koh Samui verabschiedet und sind mit dem Speedboot nach Koh Phangan übergesetzt. Da die Inseln sehr nah beieinander liegen hat das nicht länger als eine halbe Stunde gedauert. In unserem neuen Hotel, das Cyana Beach Resort, haben wir erstmal die Lage sondiert und den Nachmittag am Pool verbracht. Am Abend haben wir ein anderes deutsches Paar kennengelernt und noch spontan einen Roller gemietet um das Nightlife zu erkunden.

Thong Sala Night Market

Unsere Abendtour führte uns als erstes zum Nachtmarkt in Thong Sala, der Hauptstadt der Insel. Dort leben 5000 der 10000 Einwohner der Insel. Der Nachtmarkt war echt klasse - traditionelles Thai-Food gibt es dort an unzähligen Ständen für jeden Geschmack und für umgerechnet nur ein paar Cent. Das wird sicherlich nicht das Letzte mal sein, dass wir dort vorbeischauen.

Danach ging es weiter nach Haad Rin. Das ist der Ort, in dem die legendären Full Moon Partys stattfinden. Der Weg dorthin war bei Nacht - sagen wir es mal so das die Muttis unter euch keine Herzattacken bekommen - spannend. Es gibt auf Koh Phangan Straßen mit Steigungen und Gefällen die würden bei uns glatt als Wand durchgehen. Da ist unser 50ccm Roller dann auch voll am Limit.

In Haad Rin angekommen mussten wir feststellen, das der Ort zu 100% auf den Partytourismus ausgerichtet ist und das bedeutet auch das um 22:00 Uhr noch keine Partys stattfinden. Also blieb es bei einem Drink am berühmten Full Moon Beach (der eigentlich sehr schön ist) ganz nach dem Motto der Weg ist das Ziel.

Morgen geht es auf eine Tagestour zum Angthong National Marine Park. Wir sind gespannt!

Tag 8 - Angthong National Marine Park

Der Tag begann für uns ungewöhnlich früh um 7:30 Uhr, da für heute eine Ganztagestour in den Angthong National Marine Park geplant war. Um 8:30 Uhr wurden wir von unserem Resort abgeholt und mit einem typischen Pickup-Taxi (auch “Songthaew” genannt), auf dessen Ladefläche auch schonmal 8 Leute Platz finden, abgeholt. Am Besten stellt man sich in Thailand garnicht erst die Frage nach Verkehrssicherheit und Ähnlichem alles zwecklos…

Wir wurden also zu unserem Schiff der Orion im Hafen von Thong Sala gebracht, auf dem es ersteinmal ein ausgewogenes Kaffee-Tee-Frühstück gab. Die Fahrt in den Nationalpark dauerte ca. 1 1/2 Stunden und war aufgrund der Größe des Schiffes (drei Etagen) eigentlich recht angenehm.

Als sich das Inselarchipel des Nationalparks am Horizont abzeichnete war die Vorfreude schon recht groß. Der erste Stopp war die kleine Insel Koh Wao, wo wir 45 Minuten Schnorcheln waren. Fairerweise muss man sagen, dass wir das in Ägypten schon wesentlich besser gesehen haben. Die Riffe sind größtenteils versandet und das Wasser war durch den heute recht hohen Wellengang eher trüb. Aber unser Boot hatte ja zum Glück auch eine Rutsche (oke es war mehr eine Holzlatte und es ist auch niemand gerutscht) und ein Sprungbrett. Das Sprungbrett aus ca. 5 Metern Höhe ins türkisblaue Meer hab ich mir natürlich nicht nehmen lassen.

Danach ging es an wunderschönen kleinen Inseln und Stränden vorbei zu unserer nächsten Station, die Insel Koh Mae Koh. Die Insel ist bekannt für ihre Lagune, den Emerald Lake, der ein natürliches Wasserreservoir im Inneren der Insel bildet und aufgrund des stehenden Gewässers und der dadurch einsetzenden Algenbildung in einem Smaragdgrün erstrahlte. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform war der erste Workout am heutigen Tag und bestand aus vielen und extrem steilen Stufen.

Angthong National Marine Park

Nach einer kurzen Abkühlung am Na Tap Beach ging es dann weiter zu unserem letzten Halt auf unserer Tour. Das Koh Wua Talab Island ist einer der größeren Inseln des Archipels mit einem traumhaften Strand flankiert von hohen Bergen und dichtem Jungle. Hier kann man wenn man möchte sogar in einfachen Bungalows direkt im Nationalpark übernachten. Vom Strand aus führte eine abenteuerliche Kletterrute hinauf auf den Berg von wo aus man eine atemberaubende Aussicht auf das gesamte Archipel hatte. Der Aufstieg war extrem steil, mit scharfkantigen Felsen, dichten Dschungel, Stolperfallen und allem was das Abenteuerherz begehrt. Ich habe noch nie in meinem Leben so geschwitzt aber seht selbst was die Belohnung dafür war!

Tag 9 - Auszeit

Benny’s Erkältung wird schlimmer. Die Nase ist rot und geschwollen und nun kommt noch Husten dazu. Trotzdem hat er sich aufgerafft um noch etwas mit mir die Insel zu erkunden. Nach einer kurzen Rollerfahrt entdeckten wir den wunderschönen Strand namens Serect Beach, der nicht wirklich ein Geheimnis war, aber trotzdem nicht aus allen Nähten platzte.

Bis zum Mittagessen in einer Lokalität mit Hausschwein hat Benny sogar noch durchgehalten, dann ging es aber wieder zurück ins Hotel - Bettruhe!

PS: Wir haben unseren ersten frei lebenden Affen gesehen!

Tag 10 - Berg und Tal

Auch heute ist es um Benny nicht viel besser bestellt. Es ist sehr heiß bei Tage und etwas kühler und feuchter in der Nacht. Sehr anstrengende Temperaturunterschiede für einen Kranken.

Wir hatten uns für den heutigen Tag eine Rollertour für den Nordosten vorgenommen. Die Insel ist sehr bergig aber durch die vieler Orts neuen Straßen gut befahrbar. Koh Phangang ist im Vergleich zu Koh Samui wirklich eine Wohltat. Es ist weitestgehend sauber und naturbelassen. Links und rechts an den Straßen sieht man den wild wuchernden Dschungel.

Koh Phangan Roads

Es gab zwei Strände, an denen wir an diesem Tag unsere Zeit verbracht haben. Als Erstes waren wir am flachen Haad Thong Nai Pan Yai Strand. Große Sandbänke die meilenweit ins Meer hineinragen. Der zweite Strand liegt in dem Ort Haad Than Sadet. In einer kleinen Bucht flankiert von Bergen, zu der nur wenige Touristen ihren Weg finden, war es wie in einer Oase. Einfach Wunderschön! Aber nichts geht ohne etwas Abenteuer: Und das war es, dass Restaurant mit Aussicht hoch oben am Berghang zu der ein recht versteckter Weg über Felsen am Strand führte.

Haad Than Sadet Beach

Am Abend gab es dann in unserem Resort ein hauseigenes BBQ vom Chef persönlich zubereitet. Sehr lecker wir haben richtig reingehauen.

Tag 11 - Mr. Ben + 1

Heute standen wir auf der Gästeliste für ein Speedboot Richtung Koh Tao. Da die Thais im Office nicht sehr motiviert waren hieß es auf den Tickets einfach nur Mr. Ben + 1, was lustig ist weil man in Thailand als Tourist eigentlich ständig seinen Pass braucht und alles penibel eingegeben und abfotografiert wird.

Die Überfahrt war kurz und schmerzlos und schon von weitem sahen wir das Koh Tao irgendwie anders ist. Nicht nur kleiner es gibt auch quasi nur einen einzigen Hotspot auf der Insel, der Hafen Mae Haad und Sairee das touristische Zentrum. Die beiden Orte verbindet der längste Strand der Insel und man kann die Strecke bequem zu Fuß begehen.

Nach unserer Ankunft am Hafen erwarteten uns die üblichen Scharen an Taxifahrer die wirklich jeden Touristen, der aus dem Boot kam, fragten wo dieser denn hinwolle. Aber dieses Mal waren wir clever und mieteten uns einen Roller direkt am Hafen um die Taxifahrt zum Hotel und später wieder zurück zu sparen.

Normalerweise muss man in Thailand wenn man als Tourist einen Roller mieten will seinen Reisepass als Kaution hinterlegen. Damit haben dich die Vermieter natürlich am Wickel, da der Reisepass mit Abstand das wichtigste Dokument ist, ohne den man auch nicht mehr ausreisen kann - das wissen die Vermieter natürlich. Nach kurzen Verhandlungen und der Ansage das ich auf keinen Fall meinen Reisepass abgebe, akzeptierte der Vermieter auch 5000 Baht (ca. 130€) und meinen EU-Führerschein als Kaution, was natürlich im Falle das irgendwas schief oder kaputt geht für uns wesentlich günstiger und unkomplizierter ist. Denn die Verträge sind schon heftig, die Roller sind nicht versichert, das heißt du musst für jeden Schaden aufkommen. Bei Diebstahl werden z.B. vertraglich vereinbarte 50000 Baht (ca. 1300€) fällig und selbst ein Kratzer kostet dich schon um die 2500 Baht (ca. 64€).

Koh Tao Seaview Resort

Nichtsdestotrotz fährt hier jeder Roller und man muss sich jetzt auch nicht zu viele Sorgen machen. Unser Hotel, das Koh Tao Seaview Resort, liegt diesmal nicht am Strand sondern hoch oben in den Bergen. Der Ausblick von unserer kleinen aber feinen Hütte über den dicht bewachsenen Jungle und das Meer ist einfach fantastisch. Wir haben sogar eine Hängematte auf unserem kleinen Balkon!

Am Abend waren wir noch am Sairee Beach und haben uns das touristische Treiben dort angeschaut. Und wow der Strand macht in den Abendstunden echt was her!

Sairee Beach

Tag 12 - Sonnenuntergang

Unseren ersten kompletten Tag auf Koh Tao haben wir zu einem Drittel mit Schlafen verbracht. In unserer kleinen Hütte mit Doppelbett und Moskitonetz lässt es sich nämlich ganz gut schlafen. Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Blick auf die Ao Leuk Bay ging es erst einmal zum örtlichen 7Eleven (so heißen die Supermärkte hier) Vorräte besorgen.

Danach sind wir zum Ta Thong Beach aufgebrochen, der touristisch im Prinzip kaum bekannt ist. Die beiden Strände sind eher klein und liegen sich gegenüber nur getrennt von einer schmalen, felsigen Landzunge. Diese eignete sich prima zum Schnorcheln. Man startet quasi an dem einen Strand schnorchelt einmal um die Landzunge herum und kommt am anderen Strand wieder raus und geht die paar Meter zum Ausgangsort einfach zu Fuß. Die felsige Bucht beherbergt eine Vielzahl von Meeresbewohnern, vor allem kleinere Fische, Krebse, Seegurken und Anemonen fühlen sich hier Zuhause.

Der kleine Strand bot außerdem eine perfekte Location um unsere Hängematte erneut auszuprobieren - diesmal ohne Palmen zu entwurzeln. Am Nachmittag haben wir dann noch einen Abstecher zum benachbarten Sai Nuan Beach unternommen um auch dort die Schnorchelqualität unter die Lupe zu nehmen. War ebenfalls sehr schön, reichte aber immer noch nicht an die Riffe in Ägypten ran - aber wir haben ja hier noch ein paar Tage!

Leider mussten wir gegen 16.00 Uhr schon wieder aufbrechen, denn wir hatten heut noch Großes vor: Den Sonnenuntergang auf einem versteckten Aussichtspunkt hoch oben in den Bergen genießen! Um zu dem Aussichtspunkt zu gelangen mussten wir einiges an Offroad-Strecken und Kletterei überwinden aber es hat sich sowas von gelohnt. Zwischen zwei riesigen Felsbrocken hindurchgezwängt befanden wir uns auf einem vorgelagerten Boulder über den Baumkronen und mit einem 200° Panorama-Blick über die Insel. Die untergehende Sonne taucht das Meer in ein rot-gelbe Szenerie und die vielen Boote in der Bucht sahen von hier oben einfach nur winzig aus. Fast schon surreal und einmalig!

Koh Tao Panorama

Tag 13 - Sonnenbrände

Wir haben uns auf Koh Tao “eingelebt”. Die engen Bergstraßen fahren sich mittlerweile auch Nachts locker vom Gashebel unseres Rollers ab, der immerhin schon 135000 Kilometer auf dem Tacho hat.

Heute haben wir die Shark Bay besucht, die aber nicht etwa so heißt weil es dort Haie gibt, sondern weil eine kleine vorgelagerte Insel aussieht wie eine Haifischflosse. Die Strände hier auf Koh Tao sind eher grobsandig und mit Korallenresten übersät. Das Schnorcheln entlang der Riffe am Strand macht vor allem mir sehr viel Spaß und man entdeckt doch hin und wieder mal einen etwas größeren Fisch.

Am Nachmittag sind wir noch zur Tanote Bay gefahren, die nur über eine Sandpiste zu erreichen ist. In der Mitte der Bucht ist ein etwa 10 Meter hoher Felsen, von dem man ins Meer springen kann. Das habe ich mich noch nicht getraut, aber morgen machen wir die GoPro startklar für eine Runde Klippenspringen. Aufjedenfall ist die Bucht bisher das Schnorchel-Highlight gewesen. Die weitreichenden Riffe sind mit kleinen Gräben durchzogen und das Wasser ist hier etwas tiefer, was auch größeren Fischen einen Lebensraum bietet. Der Tag hat bei uns Spuren in Form von echt miesen Sonnenbränden hinterlassen, wer hätte gedacht das uns das passieren könnte! Wir kommen morgen trotzdem nochmal wieder!

Am Abend sind wir vom Hafen in Mae Haad zum Ort Sairee am Strand spazieren gegangen. Haben wir auf Koh Samui noch gedacht das Feuershows etwas besonderes sind, so merkt man hier das eigentlich jede Beachbar, die etwas auf sich hält, einen oder meist mehrere Feuerartisten beschäftigt. Fairerweise müssen wir aber sagen das die Darbietung auf Koh Samui bisher die Beste war!

Tag 14 - Schnorcheln

Nach einem ausgewogenen Frühstück mit Toast, Rührei, Bacon, Tee und Orangensaft führte unser Weg zum Hafen die Fährtickets reservieren. Denn morgen geht es in die Provinz Krabi, genauer gesagt nach Ao Nang, gelegen an der Westküste Thailands. Der Trip wird um die sieben Stunden dauern, sodass wir dort erst am frühen Abend ankommen.

Ao Leuk Bay Snorkeling

Den letzten Tag auf Koh Tao haben wir genutzt um den letzten größeren Strand der Insel zu erkunden. Die Ao Leuk Bay, auf die wir jeden Morgen von unserer Frühstücksterasse blicken, ist ein feinsandiger Strand, was für die Insel eher selten ist. Auch die Riffe sind hier anders, irgendwie mehr so wie in Ägypten, Felsen wechseln sich mit feinstem Sand ab und Fische sind schon unmittelbar nach dem betreten des Wassers zu sehen.

Am späten Nachmittag sind wir dann nochmal zur Tanote Bay aufgebrochen, denn da war ja noch was mit dem Klippenspringen. Ich bin nicht von der Klippe gesprungen, aber nicht weil mir diese mit etwa sieben Metern zu hoch war, sondern weil mir der Aufstieg an einem nassen Seil und einer doch recht steilen Felswand nur in Badehose etwas waghalsig erschien. Dafür ist meine bezaubernde Freundin noch einmal mit mir Schnorcheln gegangen und wir haben ein paar gute Aufnahmen mit der GoPro hinbekommen.

Wir müssen jetzt noch Packen also bis Morgen ihr Lieben!

Tag 15 - Adamanen-Route

Es ist dunkel und still und wenn wir ganz leise sind, hören wir die Rufe des Muezzin der nahegelegenen Moschee in den Bergen widerhallen.

Nachdem wir gestern nach einem Code RED (riesengroße Spinne im Bungalow) recht spät ins Bett gegangen sind begann der heutige Tag für uns unangenehm früh um 7:00 Uhr morgens. Die Fähre ging um 9:00 Uhr, sodass wir ohne Frühstück noch schnell unsere Check-In Fährpapiere abholten und unseren Roller wieder abgaben. Schon hieß es „Ab aufs Boot und los!“.

Nach einem Zwischenstopp in Koh Phangan, wechselten wir in Koh Samui unser Fährboot. Es war wieder mal ein sehr heisser Tag, sodass uns das klimatisierte Speedboot Richtung Donsak Pier gerade recht kam. Benny schlief nach der kurzen Nacht an meiner Schulter ein.

Vipa Tropical Resort

Angekommen am Donsak–Pier ging es nach kurzem Aufenthalt weiter mit dem Bus nach Krabi-City. Wir lernten noch am Busbahnhof ein nettes deutsches Mädel kennen. Mehr Leute als wir drei wollten nicht nach Ao Nang, sodass wir allein in einem 40–Mann Bus abfuhren. In Krabi angekommen gab es dann noch eine kurze Tour mit einem Kleinbus zum Resort - es ist mittlerweile 17:30 Uhr. Das in einem tropischen Garten gelegene Vipa Tropical Resort ist umgeben von steilen Felsen die bestimmt 300 Meter in den Himmel ragen. Vor unserem sehr sauberen und modernen Bungalow ist ein kleiner Pool gelegen. Diesen haben wir nach einem ausgiebigen Abendessen auch für ein paar Bahnen direkt eingeweiht.

Tag 16 - Affenbande

Nach einem Langschläferfrühstück ging es direkt an die Planung für den bevorstehenden Tag. Die Provinz Krabi und speziell Ao Nang beherbergt einige der schönsten Strände der Welt. Die meisten von diesen Stränden sind nur mit dem Boot erreichbar, da sie von hunderten Meter hohen Felsen umgeben sind. Aber da Thailand ohnehin bekannt für seine typischen Longtailboote mit den stinkenden und lauten Dieselmotoren ist dürfte das kein Problem werden. Also ging es mit dem hoteleigenen Shuttle zum Strand um die Möglichkeiten abzuchecken. Boote lagen schonmal genug am Strand jetzt nur noch ein Ticket für 100 Baht pro Nase erwerben und warten bis das Boot unserer Wahl voll ist und ab geht es nach Railay.

Railay Beach

Railay ist ausschließlich per Boot erreichbar und beherbergt neben weißen Sandstränden und einer atemberaubenden Kulisse auch die teuersten Resorts der Gegend. Die Überfahrt dauerte nur etwa zehn Minuten und war für sich allein genommen schon ein Erlebnis. Angekommen am Strand Railay West wurde uns schnell klar das auch hier der Massentourismus schon seit vielen Jahren eingezogen ist, aber sei’s drum. Unser erstes Ziel war die Kalksteinhöhle Phranang-nai (Diamondcave), da wir aber nicht so gut im Schilder lesen sind, sind wir an der Phranang Cave (Princesscave) am namensgebenden Strand Phranang Beach rausgekommen.

Phra Nang Cave Beach

Der Weg dort hin führte uns über den Strand Railay East, der nur bei Ebbe begehbar ist, und einen gewunden Pfad vorbei an dutzenden wildlebenden Rhesusaffen. Anders als überall erzählt waren die Affen wenig aggressiv und boten ein super Fotomotiv. Dann entdeckte ich auch noch einen steilen Kletterpfad zu einem Aussichtspunkt und mein Abenteuerdrang war mal wieder geweckt. Oben angekommen fand ich zwar keinen Aussichtspunkt aber eine Kletterroute bergab zu einer im Berg liegenden Lagune. Leider beinhaltete diese Route auch senkrechte Felswände die bis zu sieben Meter hoch waren und mein gesunder Menschenverstand riet mir dann doch davon ab das ohne Sicherung zu klettern.

Penis Temple

Also ging es wieder zurück und ein paar Windungen später fanden wir uns an einem Phallus-Schrein wieder. Dort liegen hunderte selbst geschnitzte Penisse, die für die Thais wohl so eine Art Fruchtbarkeitsritual darstellen. Ob’s hilft wissen wir nicht. Da der Strand an der Höhle mit den vielen Penissen leider viel zu voll war beschlossen wir zurück zum Railay West Beach zu gehen, der ist sehr weitläufig und die Menschenmassen verteilten sich hier ganz gut. Auf dem Rückweg haben wir dann auch noch zu unserem eigentlichen Ziel der Diamondcave gefunden, die hunderte von Fledermäusen ein Zuhause bietet und bekannt für ihre glänzend, schimmernden Kalksteinformationen ist.Angekommen am Strand machten wir es uns unter ein paar Bäumen gemütlich, installierten die Hängematte und genossen das Panorama und das türkisblaue Wasser.

Am Abend fuhren wir dann mit einem der vielen Longtailboote zurück nach Ao Nang, wo wir bei einem kühlen Getränk ein weiteres mal einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachteten.

Tag 17 - Himmelsleiter

Der heutige Tag hielt zur Abwechslung mal wieder einen Tagesausflug für uns bereit. Drei Stopps mit den klangvollen Namen Hot Springs, Emerald Pool und Tiger Cave Temple standen auf dem Programm.

Hot Springs

In einem fahrenden Kühlschrank in Form eines Minivans ging es also früh morgens los Richtung Hot Springs. Wie der Name bereits vermuten lässt sind die Hot Springs heiße Quellen die im dichten Urwald eine Art terrassenförmig geformten Wasserfall mit konstant heißem (ca. 38°) Wasser füllen. Den Quellen wird aufgrund des sehr mineralhaltigen Wassers heilende Wirkung nachgesagt. Das baden in dem heißen Wasser empfanden wir zu unserer Überraschung als recht angenehm obwohl die Lufttemperatur wie jeden Tag auch schon morgens 32° anzeigte. Wir haben uns also die Terrassen hinab gebadet und schließlich ein erfrischendes Bad in einem etwas kühleren Fluss genossen. Toller Einstieg in den Tag!

Als nächstes ging es dann zum Emerald Pool. Der Urwald rund um den natürlichen See wurde vor einigen Jahren zum Nationalpark erklärt, was die Thais aber trotzdem nicht davon abhält die Natur durch umfangreiche und für uns fragliche Baumaßnahmen zu zerstören. Alles in allem hat sich das Baden im Emerald Pool durch die Massen an Touristen eher angefühlt wie ein Besuch im Prinzenbad in Berlin, nur ohne Wiese und Currywurst. Etwa 600 Meter entfernt vom Emerald Pool fanden wir noch eine Lagune die ihren Namen alle Ehre macht: Die Blue Lagoon.

Blue Lagoon
Tiger Cave Temple

Unsere letzte Station hörte auf dem Namen Tiger Cave Temple. Unser Tourguide Apo gab uns zwei Möglichkeiten die Tempelanlage zu erkunden. Option Eins war ein Besuch in besagten Tempel dessen historische und religiöse Bedeutung mir leider entfallen ist (da kann nur noch Wikipedia aushelfen). Option Nummer Zwei war der Besuch eines Tempels auf einem 600 Meter hohen Berg zu dem geschlagene 1243 Treppenstufen führten. Die Mathematiker unter euch können sich ja ungefähr ausrechnen wie hoch eine Stufe im Durchschnitt sein musste! Natürlich war ich im Angesicht dieses Abenteuers und der voraussichtlich folgenden völligen Erschöpfung direkt Feuer und Flamme für Option Numero Zwei - Anni hat meine Euphorie nicht ganz so geteilt. Letztendlich sind wir bei dem Aufstieg beide an unsere Grenzen gegangen und Chapeau an meine wunderbare Freundin, die sich bei diesem Workout einfach selbst übertroffen hat! Die Belohnung für die Quälerei waren neben einem geschätzten Liter Wasserverlust in Form von Schweiß eine atemberaubende Aussicht über die Provinz Krabi und natürlich das einmalige Gefühl etwas geschafft zu haben, was viele im Angesicht der steilen Treppen nicht einmal versuchen.

Tiger Cave Temple Mountain Panorama

Tag 18 - Auszeit

Es ist doch immer das Gleiche, man fährt in den Urlaub will sich eigentlich irgendwie entspannen und erholen und dann klettert, läuft oder schwimmt man trotzdem den ganzen Tag durch die Gegend und ist am Abend völlig erschöpft. Nicht so am Tag 17 unserer Reise! Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Hängematte und des notorischen Nichtstuns. Und weil wir den ganzen Tag nur am Strand gelegen, gegessen und dann wieder am Strand gelegen haben gibt es auch nicht viel zu berichten, außer das der erwartete Muskelkater von den 1243 Treppenstufen gestern erstaunlicherweise ausgeblieben ist. Muss wohl an unserer hervorragenden Kondition liegen :-).

Morgen geht es dann auf eine Halbtagstour in die Mangroven zum Kayaking. Wir sind gespannt was uns erwartet!

Tag 19 - Kajaking

Nach unserer kleinen Auszeit gestern wurde es heute mal wieder Zeit für etwas Action. Eine Halbtagstour in den Nationalpark Than Bot Chorani stand auf dem Programm. Der Nationalpark ist durchzogen von einem komplexen Flusssystem umgeben von dichten Mangrovenwäldern. Das Ökosystem lässt sich quasi nur mit dem Boot oder Kayak erkunden und weil Motorboote laut sind und die Umwelt verschmutzen entschieden wir uns natürlich für die ökologische Variante.

Kajaking ist eine sehr entspannte Art der Fortbewegung. Wenn man erst einmal mit den Paddeln zurecht kommt und einen Rhythmus gefunden hat (wir saßen zu zweit in einem Dreierkajak) geht das eigentlich wie von selbst. Das Wasser in den Mangroven war nahezu Spiegelglatt sodass wir genügend Gelegenheit hatten die Natur zu bestaunen. Neben einigen urzeitlich anmutenden kleinen Fischen die sich im Schlamm der Mangroven tummelten gab es einige Höhlen zu bestaunen. Eine der Höhlen war nur zu Fuß begehbar und beherbergte tausende Jahre alte Höhlenmalereien. Eine dieser Malereien soll, mag man den Einheimischen glauben, sogar einen Alien darstellen - es könnte aber auch nur ein Typ mit einer Maske gewesen sein. Nach ca. 3 Stunden auf dem Wasser war es höchste Zeit fürs Mittagessen. Wir hatten uns mittlerweile so gut eingespielt, dass wir den Weg zum Ausgangspunkt in Rekordzeit zurücklegten. Da wir nur eine Halbtagestour gebucht hatten, gab es für uns nur ein Sparessen in Form von Reis und Hühnchen und danach Schnurstracks zurück ins Hotel.

Nach einem kurzen Nachmittagsschläfchen beschlossen wir den letzten Abend in Ao Nang noch einmal gebührend bei Kerzenschein und Abendprogramm in einem Restaurant am Strand zu verbringen. Neben einer lateinamerikanischen Tanzeinlage und der mittlerweile zur Gewohnheit gewordenen Feuershow gab es für mich auch nochmal einen traditionellen Muay Thai Kampf zu bestaunen. Muay Thai ist der traditionelle Thailändische Kampfsport bei dem es schonmal ganz schön zur Sache gehen kann, denn neben den Fäusten sind hier auch Beine und Ellbogen mit von der Partie.

Morgen geht es dann zurück nach Bangkok und wir werden die Zeit hier in Ao Nang sicher noch lange in Erinnerung behalten!

Tag 20 - One (last) Night in Bangkok

Wie fast alles auf unserer Reise, lief auch der Flug am Morgen Richtung Bangkok wieder mal wie am Schnürchen. Wir haben unser Hotel wieder im selben Viertel gebucht, wo wir auch schon am Anfang unserer Reise übernachtet haben. Sukhumvit liegt einfach strategisch günstig und man erreicht beide internationale Flughäfen in kurzer Zeit. Die Fahrt mit dem Taxi führte uns Mitten in die Rushhour Bangkoks und das Taximeter tickte erbarmungslos gegen uns. Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir dann im ersten und einzigem 4-Sterne Hotel unserer Reise, dem Well Hotel, angekommen. Wir wollten uns zum Abschluss einfach nochmal richtig was gönnen.

Unser gesetztes Ziel für den Tag war es unser komplettes restliches Bargeld auf den Kopf zu hauen und zwar bis auf den allerletzten Baht - Challenge accepted sagten wir uns beide! Nach ein paar gekauften Geschenken für die Daheimgebliebenen blieb am Abend noch genug Geld für ein fürstliches All You Can Eat Barbecue übrig. Und das hatte es echt in sich. Auf einer Art Raclette wurde uns kiloweise in dünnen Scheiben geschnittenes und lecker mariniertes Fleisch zubereitet. Neben allerlei Dips, Gemüsebeilagen, Pilzen, Salat und für mich undefinierbaren Sachen war das für uns beide einfach das pure Überangebot. Typisch deutsch wollte ich natürlich das Meiste aus dem Angebot rausholen und habe es am Ende mit meinem Fleischkonsum vielleicht doch etwas übertrieben. Der Weg zurück ins Hotel verlief jedenfalls etwas schwerfälliger als gewohnt.

Jetzt lag nur noch eine Nacht zwischen uns und dem Rückflug nach Deutschland. Für mich kein so schönes Gefühl ich hätte es in Thailand noch ein bisschen länger ausgehalten. Nach einer letzten Runde im Pool ging es für uns in das schönste, größte und bequemste Bett das wir auf unserer Reise beschlafen durften - da haben wir uns wirklich nicht lumpen lassen.